Änderungsantrag
1. Der heutige Waldhornplatz wird in „Familie-Reinhardt-Platz“ umbenannt.
2. Auf dem Platz an der Kapellenstraße werden die historischen Bezüge (Insel Landgraben, Bahnhof der Lokalbahn, Waage des Großmarktes) dargestellt.
3. Über eine Namensgebung des Platzes an der Kapellenstraße wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen entschieden.
Sachverhalt / Begründung:
Der Waldhornplatz wird dem Anliegen der Antragsteller, den verfolgten Sinti und Roma zu gedenken, gerechter, da er nicht am Rande, sondern mitten im Dörfle liegt. Der Name Waldhornplatz ist auch nicht besonders originell, zumal sich die Waldhornstraße, worauf er sich bezieht, als eine der Fächerstraßen vom Schloss bis zur Ludwig-Erhard-Allee zieht. Er ist daher schwer zu verorten.
Der Platz an der Kapellenstraße zeichnet sich dahingehend aus, dass er als Ort einer ehemaligen Insel des Landgrabens, eines Bahnhofes der Lokalbahn Spöck-Durmersheim sowie einer großen LKW-Waage des ehemaligen Großmarktes einen vielfältigen historischen Karlsruher Bezug hat. Diesbezüglich hatte die damalige FDP-Fraktion bereits 2021 einen entsprechenden Antrag gestellt, worauf die Stadtverwaltung eine Prüfung zusagte. Ebenfalls nahm die Stadt aufgrund des Antrages der FDP-Fraktion Kontakte zu den Bürgervereinen auf, die einen anderen Namensvorschlag tätigen.
Mit der Auswahl des Waldhornplatzes zur Erinnerung an die Karlsruher verfolgten Sinti und Roma werden im Übrigen unangemessene Bezüge zum Rotlichtmilieu (Hawaiibar), welche den Sinti und Roma nicht gerecht werden, vermieden.
Unterzeichnet von:
Dr. Stefan Noé, Thomas H. Hock, Annette Böringer, Petra Lorenz
Änderungsantrag zur Namensgebung des Platzes an der Kapellenstraße

