Anfrage

1. Wie ist der größere Anstieg bei den Heizkosten in Karlsruhe für das Jahr 2025 gegenüber 2024 im Vergleich zu anderen Städten Baden-Württembergs und des Bundesgebiets zu erklären und einzuordnen?

 

2. Wie gingen die Stadtwerke Karlsruhe beim käuflichen Erwerb von Gas für die Bevölkerung genau vor? Sind hier Fehler beim Einkauf unterlaufen?

 

3. Wie lässt sich der überdurchschnittliche Kostenanstieg beim Heizen mit Fernwärme im Jahr 2025 begründen?

 

4. Welche allgemeinen Kostenentwicklungen sind zukünftig beim Heizen mit Fernwärme zu erwarten?

a) Wie ist dieser Trend der Kostentwicklung beim Energieträger Fernwärme zu erklären?

b) Wie kann hier ein Kostenanstieg zukünftig vermieden werden?

 

5. Was unternehmen die Stadt und Stadtwerke Karlsruhe zukünftig, um insbesondere nach sehr kalten Winterperioden die Heizkosten für die Bürgerinnen und Bürger – wie in anderen Städten – erschwinglich zu gestalten? Auf welche Aspekte soll beim Einkauf von Energieträgern zukünftig stärker geachtet werden, um der sozialen Verantwortung für die Karlsruher Bevölkerung besser nachkommen zu können?

 

 

Sachverhalt / Begründung:

Für Baden-Württemberg wird für das Jahr 2025 ein höherer Heizkostenanstieg als in anderen Bundesländern prognostiziert. Hier wird mit einer Steigerung gegenüber 2024 um 14,2 Prozent gerechnet (Vergleich Bundesdurchschnitt: Steigerung um 8,6 Prozent) (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heikosten-steigen-kalter-winter-100.html).
Von den 52 analysierten Städten in der bundesweiten Betrachtung wird für Karlsruhe sogar der größte Heizkostenanstieg mit einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber 2024 erwartet.

Auch vor dem Hintergrund längerer Kältewochen, die den aktuellen Winter kennzeichnen, stellt sich daher die Frage, weshalb gerade Karlsruhe im Vergleich zu den sowieso schon hochpreisigen Städten Baden-Württembergs hinsichtlich der Heizkosten eine Spitzenposition für das Jahr 2025 einnimmt.

Da u.a. insbesondere Karlsruher Haushalte mit Gasheizungen zeitnah mit stark erhöhten Rechnungskosten konfrontiert werden, sollte auch die Vorgehensweise der Stadtwerke Karlsruhe beim Einkauf von Gas genauer analysiert und hinsichtlich möglicher fehlerhafter Schritte und Entscheidungen überprüft werden.

Im Hinblick auf das Heizen mit Fernwärme sollte seitens der Stadtwerke Karlsruhe ebenso ein größerer Fokus auf aktuelle überdurchschnittliche und zukünftige Kostenentwicklungen gerichtet werden. Da für die Kundinnen und Kunden hier keine Möglichkeit des Anbieterwechsels besteht und diese auf den Bezug über die städtische Gesellschaft angewiesen sind, sollten nochmals genauere Nachforschungen vorgenommen und zentrale Fragen beantwortet werden.

 

Die Stadt und die Stadtwerke Karlsruhe tragen eine besondere Verantwortung für ihre Bevölkerung. Der Versorgungsauftrag muss dabei gewissenhaft und sorgfältig ausgeübt werden, um eine gute und tragbare Lösung bei der Bereitstellung von Energieträgern erreichen zu können.

 

Dr. Stefan Noé | Thomas H. Hock | Annette Böringer | Petra Lorenz

 

 

Kritische Einordnung und Analyse des außergewöhnlichen Anstiegs der Heizkosten in Karlsruhe für das Jahr 2025