– FDP/FW-Fraktion kämpft für den Erhalt der Karlsruher Traditionseinrichtung –

 

Hinsichtlich der aktuellen kommunalpolitischen Debatte, das Rheinstrandbad Rappenwört aufgrund der städtischen Haushaltslage zunächst für die Jahre 2026 und 2027 zu schließen, stellt sich die FDP/FW-Fraktion klar hinter den lückenlosen Weiterbetrieb des Karlsruher Kulturbads:

 

„Das seit 1929 existierende „Rappele“ ist eine historisch gewachsene Identifikationseinrichtung für die Karlsruherinnen und Karlsruher und vielmehr als nur ein reguläres Freibad. Wir sind sicher: Wenn es einmal zu ist, bleibt es zu. Dann gibt es keine Zukunft mehr für diesen denkmalgeschützten und landschaftlich außergewöhnlich angelegten Ort am Rhein.

Bereits im Mai 2023 wiesen wir in einer Pressemitteilung aufgrund vorgenommener verkürzter Öffnungszeiten wegen Personalmangels rechtzeitig auf die große Gefahr potenzieller Bäderschließungen in der Fächerstadt hin. Spätestens da hätte man handeln, die Personalplanung anpassen und die Ausgaben gezielt priorisieren müssen, um die jetzige zugespitzte Situation für das Rheinstrandbad abzuwenden.

Schwimmbäder sind elementare Orte des Erlernens überlebenswichtiger Fähigkeiten, der sportlichen Betätigung und der sozialen Freizeitgestaltung. Das Rheinstrandbad Rappenwört hat zudem mit seinen Impressionen vom Schwimmen im Naturbecken im Rhein, dem Besuch beim Milchhäusle, den Meisterschaften im Ringtennis, dem Wellenbecken und der idyllischen Straßenbahnfahrt durch die Rheinauen einen ganz besonderen Platz im kollektiven Gedächtnis.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich das „Rappele“ zu einer überregional bedeutsamen Kulturinstitution entwickelt, das als Ausflugsziel Menschen aller Bevölkerungsgruppen begeistert. Umso mehr verwundert es deshalb, warum sich der Oberbürgermeister nach dem großen Verlust der Majolika nun nicht mit aller Kraft zumindest für den Erhalt dieses Karlsruher Denkmals einsetzt. Eine weitere widerstandslose Abwicklung einer stadthistorisch gewichtigen Einrichtung darf er nicht zulassen.

Die vorübergehende Schließung des Rheinstrandbads Rappenwört muss deshalb mit aller Entschiedenheit durch die Stadtverwaltung verhindert werden. Die Betriebseinstellung dieses besonderen Badeorts wäre ein Symbol für Karlsruhes beginnenden soziokulturellen und geschichtsvergessenen Niedergang.“

 

Dr. Stefan Noé (Fraktionsvorsitzender)
Thomas H. Hock (stv. Fraktionsvorsitzender)
Annette Böringer (Fraktionsmitglied)
Petra Lorenz (Fraktionsmitglied)

 

 

„Das Rheinstrandbad Rappenwört darf nicht geschlossen werden!“