FDP/FW-Fraktion fordert sofortige Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses zur Einführung des Systems „Region der Lebensretter e.V.“ –

Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags stimmte in seiner Sitzung im März 2025 gegen die Einführung des App-basierten Ersthelfersystems „Region der Lebensretter e.V.“ im Landkreis Karlsruhe. Zuvor hatte der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe im Mai 2024 mehrheitlich – mit einer Gegenstimme des Oberbürgermeisters – dessen Etablierung im Stadtkreis beschlossen. „Wir hätten hier gerne den Landkreis mit ins Boot geholt, um gemeinsam im ganzen Gebiet schneller lebensrettende Schritte bei Notfallpatienten einleiten zu können“, so die FDP/FW-Fraktion Karlsruhe.

Die wiederbelebenden Maßnahmen der an die App angeschlossenen Ersthelfenden sind dabei ausschlaggebend für die Überlebenschancen und den medizinischen Verlauf der Patienten, bevor Rettungsdienste überhaupt erst eintreffen können. „Wir können daher nicht nachvollziehen, warum der Kreistag im Hinblick auf seine Verantwortung für die Menschen im Landkreis mit verhältnismäßig kleinen Summen die Notfallversorgung nicht weiter signifikant verbessern möchte“, so die FDP/FW-Fraktion, die dennoch an einer schnellstmöglichen Umsetzung für den Stadtkreis dranbleibt: „Jetzt muss es wenigstens für die Bevölkerung in der Fächerstadt möglich sein, den demokratischen Beschluss des städtischen Hauptorgans vom Mai 2024 ohne weitere Verzögerungen auszuführen. Dieser Bereich des Bevölkerungsschutzes hat höchste Priorität, der es unserer Stadtverwaltung – auch vor dem Hintergrund kürzlich beschlossener Millionenbeträge für einmalig stattfindende Großveranstaltungen – wert sein muss, unverzüglich zu handeln“, macht die Fraktion deutlich.

Die Vorteile des Systems zeigten sich bereits in zahlreichen anderen Regionen Baden-Württembergs und Deutschlands. Probleme hinsichtlich der Kooperation mit bereits bestehenden Rettungsstrukturen wie z.B. dem DRK sind dort nicht bekannt. Das Netz der „Region der Lebensretter e.V.“ darf dabei nicht als Konkurrenzgefüge verstanden werden, sondern als sinnvolle Ergänzung der etablierten Rettungsarchitektur vor Ort: „Hier muss der Berufs- und Aufgabenethos jedes einzelnen Notfallhelfenden im Vordergrund stehen und nicht die Sorge vor Verlust von Einfluss oder anderen Ressourcen“, so die FDP/FW-Fraktion abschließend.

 

Dr. Stefan Noé (Fraktionsvorsitzender)
Thomas H. Hock (stv. Fraktionsvorsitzender)
Annette Böringer (Fraktionsmitglied)
Petra Lorenz (Fraktionsmitglied)

 

 

„Wir kämpfen weiter für eine bestmögliche Lebensrettung in Karlsruhe“