Wie schon oft in den letzten Jahren ereilte uns die Nachricht, dass die Kaufhauskette Galeria weitere Standorte schließen möchte. Nach dem Traditionsgeschäft Schirm Weinig würde dann in der Karlsruher Innenstadt ein großer Anker- und Anziehungspunkt verloren gehen und die Stadt weiter ausbluten.
Diese Entwicklungen werden häufig mit dem wachsenden Angebot des Onlinehandels begründet. Aber sind wir doch mal ehrlich, was haben die Stadtverwaltung und die Mehrheitsbeschaffer im Gemeinderat in den letzten Jahren umgesetzt? Regelmäßige Erhöhungen von Parkgebühren bei gleichzeitiger Reduzierung des Parkraumes, wiederkehrende und zu lange andauernde Baumaßnahmen in der Kaiserstraße, verkehrliche Einschränkungen für Lieferverkehre durch Zufahrtsbeschränkungen, fragwürdige Reallabore und einiges mehr.
Für viele Mandatsträger war die Reduzierung von Individualverkehr wichtiger, ohne zu bedenken, dass es noch sehr viele ältere Menschen gibt, die mit dem Auto in die Stadt kommen. Diese sind im Übrigen die Käuferschichten, die der Handel dringend braucht und die jetzt in die Städte unserer Nachbarschaft fahren, wo unter besseren Rahmenbedingungen für gute Umsätze gesorgt wird. Ich jedenfalls werde meine Produkte weiterhin vor Ort kaufen, Sie auch?
Thomas H. Hock
Stadtrat
FDP/FW-Fraktion


