1. Das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe installiert und wartet in regelmäßigen Abständen die zweite Inklusionsschaukel für Rollstuhlfahrerinnen und –fahrer auf der Spielplatzfläche des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe.

 

2. Die Stadtverwaltung legt in einer Auflistung dar, auf welchen Park-, Spiel- und Freizeitflächen der Stadt Karlsruhe weitere inklusive Spiel- und Sportgeräte zur gesellschaftlichen Teilhabe zur Verfügung gestellt werden können.

 

3. Die Stadtverwaltung legt dar, welche Förderprojekte und -beträge auf Bundes- und Landesebene abgerufen werden können, um die vermehrte Errichtung inklusiver Spiel- und Freizeitgeräte auf öffentlichen Flächen realisieren zu können.

 

 

Sachverhalt / Begründung:

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben muss in sozialpolitischer Hinsicht einen hohen Stellenwert einnehmen, um dem Anspruch der gesellschaftlichen Integration aller Bevölkerungsgruppen gerecht werden zu können.

Gerade im Hinblick auf Ausrichtung der World Games 2029 setzt sich die Stadt Karlsruhe hierbei hohe Maßstäbe in Bezug auf Vielfalt, Toleranz und Inklusion, um alle Karlsruherinnen und Karlsruher sowie Besucherinnen und Besucher des Großevents gleichberechtigt einbinden und teilhaben lassen zu können. Der Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu den sozialen, kulturellen und politischen Bereichen stellt dabei eine wichtige Zielsetzung des täglichen (kommunal-)politischen Handelns dar und ist ein immerwährender Anspruch, der nicht nur im Rahmen von Großveranstaltungen gedacht werden darf.

Daher sollten jetzt schon wichtige inklusionspolitische Maßnahmen eingeleitet werden, um die Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit in diesem Bereich zu steigern.
In der Karlsruher Südstadt wurde bereits im Jahr 2021 die erste Inklusionsschaukel als sogenannte „Rollischaukel“ errichtet. Die mit Rollstuhl befahrbare Schaukel musste nach Beschädigungen durch Vandalismus etc. jedoch vom Gartenbauamt demontiert und entsorgt werden.

Nach Kenntnis der FDP/FW-Fraktion besteht noch eine weitere Inklusionsschaukel beim Gartenbauamt, die noch nicht zur Nutzung aufgebaut wurde. Diese zweite Schaukel könnte somit auf den Spielplatzflächen im Zoologischen Stadtgarten installiert werden. Da dieser eines der beliebtesten Ausflugsziele für Familien und Besuchern aus nah und fern ist und dort bereits eine „Toilette für Alle“ für Menschen mit schwereren Behinderungen und Erkrankungen eröffnet wurde, würde eine zugängliche Rollstuhlschaukel eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Diese Schaukel wäre dann auch zu Abend- und Nachtzeiten besser vor Vandalismus geschützt.

Des Weiteren sollte die Stadtverwaltung prüfen und auflisten, auf welchen Park- und Freizeitflächen im Stadtkreis Karlsruhe weitere inklusive Spiel- und Sportgeräte bereitgestellt werden können. Zudem sollte dargelegt werden, welche Förderprojekte auf Bundes- und Landesebene abgerufen werden können, um die vermehrte Nutzung inklusiver Spiel- und Freizeitanlagen auf öffentlichen Flächen für Menschen mit Behinderungen ermöglichen zu können.

 

 

Unterzeichnet von:

Dr. Stefan Noé, Thomas H. Hock, Annette Böringer, Petra Lorenz

 

 

 

Errichtung einer Inklusionsschaukel im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe