Ein Schreiben der Händlergemeinschaft „Karlsruher Köpfe“ zeigt eindrücklich die ökonomischen Folgen der geplanten rund einjährigen Teilsperrung der Reinhold-Frank-Straße auf. Ich stimme mit den Einzelhändlern völlig überein, dass die Erreichbarkeit der Innenstadt durch die vielfältigen Bauprojekte immer schlechter wurde und die wirtschaftliche Existenz der kleinen Geschäfte sowie deren Arbeitsplätze stark gefährdet sind oder bereits verloren gingen.
Eine Baustelle in der Innenstadt betrifft nicht nur eine Straße, sondern legt durch Umleitungen und verstopfte Nebenstraßen oft weite Teile des Stadtviertels lahm. Dies hat zur Folge, dass viele Menschen aus dem Umland unsere Stadt mittlerweile meiden und lieber andere Städte aufsuchen.
Unsere Innenstadt leidet und die Hilferufe verhallen in den zuständigen Ämtern und Dezernaten. Karlsruhe braucht nicht nur ein besseres Baustellenmanagement, sondern auch mehr Anerkennung für den Beitrag des Einzelhandels zu einer finanziell handlungsfähigen und florierenden Kommune.
Liebe Stadtverwaltung, gehen Sie nun in den regelmäßigen Dialog mit den Beteiligten! Denn falls es stimmt, dass die Händler eher zufällig von der einjährigen Baumaßnahme in der Reinhold-Frank-Straße Kenntnis erhielten, kommt dies einer Bankrotterklärung gleich.
Annette Böringer
Stadträtin
FDP/FW-Fraktion


