Während in Zeiten einer prekären Haushaltslage für so manche öffentlichkeitswirksame Vorhaben recht zügig Millionenbeträge aufgewendet werden, stehen andere „stillere“ Projekte kaum noch im Fokus der Stadtverwaltung, so wie im Fall des geplanten Baus des Hospiz- und Palliativzentrums „Arista“ Mitte in Karlsruhe.
Diese Einrichtungen übernehmen nicht nur für schwer erkrankte Menschen in der medizinischen Versorgung und der Seelsorge eine unerlässliche Aufgabe, sondern haben auch für Angehörige und die Gesamtbevölkerung eine große sozialpolitische Bedeutung. Ein Hospiz- und Palliativzentrum in der Fächerstadt würde kürzere Strecken für schwer erkrankte Karlsruherinnen und Karlsruher zum Therapie- und Behandlungsort realisieren. Jedem Menschen soll schließlich auf seinem letzten Weg die Möglichkeit einer würdevollen und fachlich geschulten Begleitung gegeben werden.
Schade, dass dieses wertvolle Projekt derzeit nicht die Beachtung findet, die es verdient und nicht weiter von der Stadtverwaltung mit voller Tatkraft umgesetzt wird. Auch wenn die Einrichtung wahrscheinlich nicht die mediale Aufmerksamkeit wie einmalige Großveranstaltungen erzeugen wird, wird dort dennoch jeden Tag ebenso Großes für kommende Generationen in Karlsruhe geleistet.
Annette Böringer
Stadträtin
FDP/FW-Fraktion


